Ingeborg Struckmeyer - Die Autorin


Aus dem “Stadtspiegel Bottrop” vom Herbst 1999 zur Vorstellung der Anthologie “Zehn Jahre Mauerfall

Autorinnen-Duo in Anthologie
Zuckersüße Rache

Als "Freche Frauen" 'haben sie schon einmal gemeinsam an einer Anthologie mitgearbeitet. Jetzt heckten die Bottroper Autorinnen Jutta Kieber und Ingeborg Struckmeyer den nächsten literarischen Streich" aus. Beide sind mit je einem Text im Sammelband “
Zehn Jahre Mauerfall" vertreten.
Das Ost-West-Thema lag beiden sehr am Herzen. Mein Gedicht gab es schon", berichtet Jutta Kieber, und auch Ingeborg Strückmeyer hatte . ihre Kurzgeschichte "Dresdner Stollen 1989" schon geschrieben, bevor die Anfrage des Verlages kam. Dabei geht Jutta Kleber in ihrem Gedicht Verwandlung" eher metaphorisch mit der deutschen Wiedervereinigung um aus zwei Gesichtern wie eine "Neu-Visage mit Sorgenfalte wie ein Loch". Ingeborg Struckmeyer beschreibt dagegen eine junge Frau, deren Flucht in den Westen einst misslang - ihr Freund ließ sie im Stich. Nun rächt sie sich mit einem Dresdner Stollen, in dem neben Zucker. und Zitronat noch giftigere Zutaten gären...
Das Buch "
Zehn Jähre Mauerfall" erscheint im Verlag Heike Wenig und ist ab kommender Woche bei der Buchhandlung . Erlenkämper erhältlich. Doch die beiden Autorinnen haben schon wieder andere literarische Eisen im Feuer. Beide lachen. "Gemeinsam sind wir einfach mutiger."


Aus der “WAZ Gelsenkirchen” vom 6.April 2000 zur Lesung in der Stadtbücherei Bottrop

Autorinnen lesen in der Bücherei
Kurzprosa und Lyrik im Mittelpunkt

"Augenblicke des Lebens" - so der Titel der Lesung - wollen die Bottroper Autorinnen Ingeborg Struckmeyer und Jutta Kieber am morgigen Freitag in der Stadtbücherei mit ihrem Publikum teilen.

Ab 19.30 Uhr stellen die beiden mit Kurzprosa und Lyrik eine Auswahl ihrer Arbeiten vor, die mittlerweile in zahlreichen Anthologien erschienen sind. Auch im Literaturmagazin "Volksfest' sind Geschichten und Gedichte der Autorinnen abgedruckt, die sich - gemäß dem inhaltlichen Schwerpunkt des Bandes - mit Rechtsradikalismus, Ausländerhass und Gewalt beschäftigen. Einige Geschichten aus diesem Themenkreis werden auch morgen zu hören sein, doch wollen die Autorinnen ein abwechslungsreiches neunzigminütiges Programm bieten und auch für Heiterkeit sorgen, bevor die Lesung im Gespräch bei einem Glas Wein ausklingt. Der Eintritt ist frei.

Die 59-jährige Jutta Kieber wuchs in der DDR auf und lebt seit 30 Jahren in Bottrop. Sie arbeitete als Direktionssekretärin und leitete den kaufmännischen Bereich der familieneigenen Schreinerei. Jutta Kieber schrieb bereits als Jugendliche (für die Schublade) und veröffentlicht seit 1997.

Ingeborg Struckmeyer, Jahrgang 1942, arbeitete als Diplom-Bibliothekarin und publiziert seit 1993. Am liebsten sind ihr makabre Geschichten, "schwarz und böse". Kein Wunder, dass ihr "Dresdner Stollen" schwer im Magen liegt...


Aus den “Ruhr Nachrichten Bottrop” von Mai 2002 zur Lesung im TV beim “Grünen Sessel” in nrw-tv

Autorinnen lesen fürs Fernsehen
Im grünen Sessel bei nrw-tv

Zwei Bottroper Autorinnen kommen zu Fernseh-Ehren. Der Sender nrw-tv zeichnet am Montag, 13. Mai, eine jeweils einstündige Lesung der beiden auf und wird sie dann zu nächtlicher Stunde senden.
Den entsprechenden Aufruf hatten die beiden in einer Literaturzeitschrift entdeckt. "Voraussetzung war, dass man bereits ein Buch veröffentlicht hat", erzählt Jutta Kieber. Die Autorinnen werden nacheinander im grünen Lese-Sessel Platz nehmen, den das Fernseh-Team mitbringt. Zwei Stunden Aufzeichnungszeit pro Person sind vorgesehen. Als Ort hatte Jutta Kieber das Quadrat vorgeschlagen - die Fernsehleute zeigten sich erfreut, kannten das Museum aber gar nicht.
Jutta Kieber ist schon nervös: "Schließlich soll ich ja auch frei in die Kamera sprechen." Ihrer Kollegin geht es nicht anders. "Wie ich da wohl optisch 'rüberkomme?" fragt sich Ingeborg Struckmeyer.
Die Lesungen sind nicht öffentlich und werden montags aufgezeichnet, weil das Museum dann geschlossen ist. Den Termin der Ausstrahlung haben Kieber und Struckmeyer noch nicht erfahren.
Auch sonst gibt es Neues von beiden zu berichten. Jutta Kieber hat einen Beitrag in der Anthologie "Gestorben ist nicht tot" (hrsg. von Ute Eppig, Geest-Verlag) veröffentlicht. In der Geschichte "Und eines Tages bin ich wieder da" beschreibt sie den Tod ihres Großvaters.
Frau Struckmeyer dagegen hat sich auf der "Kriminale" - Messe in München getummelt. Per Zufall konnte sie an einer Lesung von Kriminalgeschichten teilnehmen, bei der vier schreibende Profis gegen vier Amateure antraten. Und: Die Bottroperin Amateurin gewann den Publikumspreis! Sie ist außerdem jetzt Mitglied der Schriftstellervereinigungen "Syndikat" und "Sisters in Crime"
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